Liebe:r Leser:in,
heute findest du hier ein Experiment! Unter diesem Link könnt ihr euch den nachfolgenden Blogbeitrag anhören – ich habe ihn selbst eingesprochen. Nicht ganz wortgetreu, weil das sonst absolut keinen Charme gehabt hätte. Außerdem etwas kürzer als sonst, weil es sonst ein zu langer Monolog geworden wäre.
Lass mich gerne wissen, ob das auch zukünftig etwas Gutes für dich wäre!
Have fun, liebe Grüße
Deine Betsy
Hallihallo ihr Buchliebhaber:innen,
herzlich Willkommen zu meiner Rezension von „Stalking Jack the Ripper“. Einige kennen es natürlich bereits, denn es ist schon 2023 erschienen. Aber ich dachte mir, dass so auch die Chance höher ist, dass ihr mit der Rezension etwas anfangen könnte. Also ab nach England in Jahre 1888, als gewisse Frauenmorde ganz London in Atem gehalten haben!

Wir haben eine reiche, aber außergewöhnlich aufgeschlossen denkende Audrey als Prota. Sie hat eine gewisse Faszination zu toten Menschen und obduziert sie mehr oder minder regelmäßig mit ihrem Onkel. Darüber sind natürlich weder ihr Papa noch die restliche feine Gesellschaft besonders amused. Zu diesen Leichen gehören auch die aktuellen Mordfälle, die bald Jack the Ripper zugeschrieben werden. Da die Spur zum Täter tatsächlich in ihr eigenes Umfeld führt, lässt Audrey es sich nicht nehmen, einigen Hinweisen zu folgen und schwebt bald selbst in Gefahr.
Mein Fazit vorab sind etwa 3 von 5 Sternen. Bei 5 Sternen erwarte ich quasi, dass mein Weltbild sich gravierend ändert, erschüttert wird von dem Buch oder die Unterhaltung so exzellent ist, dass ich mir neben dem Printbuch noch das EBook kaufe. 3 Sterne ist also medium gut mit Hang zu Note 2.
Woran hakt es also?

Die Protagonistin Audrey ist 18 Jahre alt und ja, damit muss sie nicht die Weisheit der Welt von sich geben. Es ist völlig fein, wenn sie sich selbst widerspricht, die Meinung spontan ändert und nicht alles weiß oder kann. Aber gen Ende, ich muss es so deutlich sagen, ging sie mir doch ziemlich auf den Keks. Es war für mich einfach zu klar erkennbar, dass die Handlung auf einen bestimmten Moment hingearbeitet hat und dafür musste die Prota mal komplett ihr Hirn ausschalten und vor allem hingen ihre Gliedmaßen in einer bestimmten Szene ungünstiger Weise sehr unnütz herum, weil sie mit etwas Gegenwehr die Handlung schnell in eine andere Richtung gedreht hätte – und das wollte die Autorin nicht. Richtig schwacher Move, tut mir leid, aber sowas mag ich gar nicht. Da ich Dinge aber gern positiv sehe bin ich gespannt darauf, wie sie sich weiterentwickelt, denn es gibt ganz offensichtlich Raum für persönliche Entwicklung.
Manche Leser:innen werfen dem Buch ja mangelnden Feminismus vor. Persönlich hake ich manche der Pick me-Girl Momente der Prota mit dem Gedanken ab, dass die Prota einfach nur 18 ist und im Jahr 1888 der Feminismus ein gänzlich anderer war, als wir ihn derzeit erleben. Aber ungefähr bei 70% musste ich mich auch sehr konzentrieren, um weiterzukommen und hab ehrlicherweise ein Kapitel geskippt und das Ende gelesen, bevor ich die restlichen 20 % der Rezension wegen durchgearbeitet habe.
Apropos Ende: Der Plotttwist am Ende hat mir dagegen gleich wieder etwas Bescheidenheit beigebracht. Warum? Weil ich ganz groß angekündigt hatte, dass mir der wahre Täter bekannt sei. Haha und natürlich lag ich falsch und hab mich richtig schön auf die falsche Fährte führen lassen. Ich gebe gern zu, dass ich nicht die aufmerksamste Leserin bin, also oft entgehen mir tatsächlich Details. Die entdecke ich dann manchmal bei Reels auf Insta. Aber hier war ich wirklich völlig überzeugt und lag falsch.

Die Ausstattung der Bücherbüchse ist auch wirklich wunderschön, mit der schimmernden Folie, den bunten Illustrationen, dem detailreichen Farbschnitt – aber, ja auch hier gibt es ein aber. Das Buch spielt im Jahr 1888 und auf dem Page Overlay ist ausgerechnet ein Straßennetz des modernen Londons abgebildet. Das passt halt gerade wegen der sonstigen Detailversessenheit nicht so ganz zum Gesamtpaket.
Band 2 habe ich hier noch liegen, den Devil habe ich mir bestellt und Houdini scheint bei der Bücherbüchse vergriffen zu sein. Ich bin gespannt, was da noch auf uns wartet und trete bald die Reise nach Rumänien an. Jetzt lese ich aber erst einmal ein deutsches Fantasybuch und muss mich dann wieder um meine 12 für 2026 kümmern, damit das Projekt nicht schon im August versandet.
Vielen Dank fürs zuhören und bis bald!
Eure Betsy